Für eine Fassadenprojektion auf das Haus Gerberstraße 3 in Weimar bewarb ich mich mit diesem Entwurf im Wettbewerb mit 14 internationalen Künstlern.

In der Story spielt das Gebäude selbst die Hauptrolle. Was ist in diesem 400 Jahre alten Haus passiert? Wie haben die Menschen darin gelebt oder welche Bedeutung hatte das Gebäude für die Gesellschaft? Die Nutzungsarten und Bewohnergeschichten der einzelnen Epochen wollte ich nacheinander und ineinander übergehend thematisieren. Am Anfang der Animation sollte also die Nutzung als Schütthaus behandelt werden und die hier als Entwurf gezeigte Szene über die Instandbesetzung nach einem Brand im letzten Drittel platziert werden.

Ich plante, die Illustrationen meines Kollegen Elmar Horlitz wie in einem Papiertheater über die graffitiverzierte Fassade tanzen zu lassen und mit stimmungsvollen Fotos zu verschmelzen. Der Pianist Joachim Jezewski war breit, dazu eine Klavierbegleitung einzuspielen, wie wir sie aus Stummfilmen kennen.

Eine Jury aus 7 Fachleuten und ein Onlinevoting haben den Wettbewerb entschieden: Leider habe ich nicht gewonnen. Nochmal herzlichen Dank an alle, die mich mit ihrer Stimmabgabe unterstützt haben!